Archiv des Autors: Johannes

Wir können es noch

Uns gemeinsam auf einen Termin verabreden. Uns an einem Ort treffen. Loslaufen, Gespräche führen, uns vom Balkon beklatschen lassen. Neugierig auf die umgebende Natur sein (Bussard, Schlange, Blindschleichen). Endlich konnten wir auf eine Wanderung zur Hütte aufbrechen, und zehn Personen begaben sich durch das Kanzelbachtal den Unteren Schornsteinweg aufwärts, am Rückhaltebecken entlang, den Hochlandrindern beim Wiederkäuen zuschauend.

Wandern auf die Schriesheimer Hütte am 4. Juli
Wandern auf die Schriesheimer Hütte am 4. Juli

Ein Schatten fiel auf den Ausflug, als ein Wanderfreund sich aus familiären Gründen abrupt von uns verabschieden musste. Zu neunt trafen wir um etwa 12 Uhr ab der Hütte ein und genossen das Treiben rundherum. Über den Wolfeklingenweg liefen wir einen Umweg zur Saatschule, bevor uns ein Regenschauer mit Gewitter in die Schutzhütte trieb.

Vom Kehrrang aus konnten wir weitere umliegende Schauer im Blick halten, die an uns dann auch nichts mehr ausrichten konnten. Über den Blütenweg ging es dann wieder nach Schriesheim zurück.

Ausrufungszeichen im Naturfreundegarten

Unser Umweltreferent stellte im Naturfreundegarten stellte in der Nacht vom 6. auf den 7. Juni 2021 seine Lichtfalle im Naturfreundegarten auf. In der Folge konnte er 58 Falter in 30 Arten entdecken, von denen eine auf der Roten Liste als gefährdet aufgeführt ist. In der folgenden Tabelle sind alle Funde aufgezählt.

Datum: 6. und 7. Juni. 2021;
Zeit: 22:00 – 01:30 Uhr
Außentemperatur 20°C
Mondphase: letztes Viertel
Lomographa bimaculata (Zweifleck-Weißspanner)

Die Schriesheimer Ortsgruppe hat schon in der Vergangenheit, etwa zum Tag der Artenvielfalt, auf verschiedenen Gebieten Sichtungen unternommen. Der Klimawandel verändert die Lebensbedingungen zu rasch, als dass alle Arten sich anpassen könnten. Genetische Vielfalt bietet der Natur die Möglichkeit, die Folgen abzudämpfen. Gleichzeitig leidet die Artenvielfalt unter dem Wandel. Genaue Beobachtung der Entwicklung ist wichtig, um angemessen reagieren zu können. Tatsächlich wird der Artenverlust als ein ebenso großes Problem für unseren Fortbestand angesehen wie der Klimawandel.

Unter den gefundenen Exemplaren fand sich auch eine Ausrufungszeichen-Erdeule, daher die Überschrift.

»Frieden in Bewegung« kommt auch in Schriesheim vorbei

Über die Schriesheimer Hütte verlief die Route der 39. Etappe der bundesweiten Wanderung. Keine Frage, dass die dort Rastenden gastfreundlich empfangen und (mit der legendären Linsensuppe) verpflegt wurden. Doch der Reihe nach. Nach freundlichen Grußworten des Weinheimer Oberbürgermeisters Lutz, Mitglied der Initiative »Mayors for Peace«, und Übergabe einer Resolution der Naturfreunde ging es vom Schlosshof durch den Schlosspark und Exotenwald bergan bis zum Kalten Herrgott. Am Bildstock in Oberflockenbach stießen weitere Wanderlustige zu uns. Auf der Schriesheimer Hütte stimmte nach freundlichem Empfang durch den Vorsitzenden Sascha Bärbel das Hüttenlied an. Danach erfuhren wir, warum die Alfred-Herbst-Straße seit 75 Jahren nicht mehr »Kriegstraße« heißt. Einige dachten, dass sie nach der Erquickung auf der Hütte das Wesentliche erlebt haben, und kürzten ihre Wanderung durch das Weite Tal ab. Sie versäumten den Anblick sich balgender Alpakas im Pappelbachtal, einen Vortrag über die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, ein paar Worte über die Geschichte der Thingstätte, den Blick über Heidelberg vom Philosophenweg und einen freundlichen Empfang am Universitätsplatz durch Kai-Uwe Dosch von der Deutschen Friedensgesellschaft — Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Heidelberg und unserer stellvertretnden Bundesvorsitzenden Regina Schmidt-Kühner. Die Friedenswanderung ging am nächsten Tag weiter ins Kraichgau und wird beim Erscheinen des Blättles das Kinzigtal durchqueren. Verfolgen lässt sie sich in https://www.frieden-in-bewegung.de/blog. Eine solche Wanderung bringt es mit sich, dass die meisten Etappen unter der Woche stattfinden, sodass sich viele von der Arbeit frei nehmen mussten. Dank allen, die mitgeholfen haben, dass die 39. Etappe so ein Erfolg wurde!

Erdbeeren aus dem Begleitfahrzeug bei einer Pause unter dem Weißen Stein

Hinter dem Langen Kirschbaum

Bei schönem Wetter machten wir uns an einen ersten Aufstieg in Hirschhorn. 5 Naturfreunde wollten entlang des gelben Andreaskreuzes zurück zum Schriesheimer Wald laufen. Nach der Anreise über Heidelberg war es beim Start in Hirschhorn schon nicht mehr kühl, sondern ein angenehm sonniger Spätsommertag. Noch ein kurzer Ausblick über den Neckar, dann ging es in den Wald. Trotz des schönen Wetters war zumindest unser Weg wenig besucht, wir trafen kaum andere Wanderer und waren sehr für uns unterwegs. Vorbei an einem kleinen Felsenmeer kamen wir auch wieder aus dem Wald heraus und entlang Wiesen kümmerten sich die Wespen nur um das Fallobst unter den Birnbäumen und schenkten uns keine Beachtung.
Bei der Mittagspause durften wir die Geduld der Schönauer Odenwaldbewohner nachempfinden. Diese müssen an einem schönen Sonntagmittag ganz schön viel Freizeitverkehr durch ihren Ort und „über sich“ ergehen lassen. Wir konnten Schönau durch das ehemalige Klostertor verlassen und haben uns gerne für die letzte Etappe unserer Wanderung wieder in den Wald geschlagen. Ein paar Pilze und ein #Odenwaldstein wollten noch mitgenommen werden, dann ging es eilig zur Haltestelle am Langen Kirschbaum, vorbei an Legionen von Ausflüglern. Obwohl die Rückfahrt im vollen Bus nicht angenehm war, sind wir am Nachmittag zufrieden und gut ausgelüftet in Schriesheim angekommen. Was genau aber eine Hühnerfautei ist, müssen wir ein andermal erkunden.

Ankündigung Wanderung HW 34: Jenseits vom Langen Kirschbaum

Den Odenwald überzieht ein Netz von Fernwanderwegen wie ein rechtwinkiges Gitter. Wir kennen häufig nur unsere direkte Umgebung und erfahren zu selten Wanderwege als Verbindungen von A nach B. Das gelbe Andreaskreuz (hier sichtbar unter dem Verbotsschild) markiert den Wanderweg von Osterburken nach Ladenburg. Von dem langen Streifen wollen wir uns ein gutes Stück gönnen.

Daher treffen wir uns am 13. September am OEG-Bahnhof um 8 Uhr und fahren nach Hirschhorn. Von dort wandern wir über Schönau zum Langen Kirschbaum. Wer dann noch mag, kann weiter heimwärts wandern, sonst ergibt sich hier ein Einstieg in den Bus nach Heidelberg oder Wilhelmsfeld.

Anmeldung ist bei Johannes, mailto:nf_aktiv@naturfreunde-schriesheim.de. Wie immer momentan, ist mit kurzfristiger Terminabsage stets zu rechnen.

Zwischen Hirschhorn und Grein

Nach dem Paddeln brennt der Baum

Am 1. und 2. August überschritten wir nach langer Zeit wieder Grenzen und besuchten das Elsass. Zwölf Naturfreundinnen und (am ersten Tag) zwei Gäste ließen die Boote zu Wasser und erkundeten die linken Rheinzuflüsse Ill und Moder.

Die (im Französischen der) Ill abwärts von Straßburg ist ein schnell fließendes Gewässer, aber ohne Schnellen und Hindernisse wie umgestürzte Bäume. Höckerschwäne, Kanadagänse und Grau-, aber auch Weiterlesen

Warnung vor brütenden Greifvögeln

Der Förster warnt vor einem Mäusebussardpaar, das im Schriesheimer Wald brütet und das Brutrevier auch gegenüber Erholungssuchenden verteidigt. Betroffen ist das Gebiet im Fleischbach- und Emischbachtal, also etwa zwischen Madonnenberg und Hirschburg. Es wird zur Vorsicht geraten (ohne konkrete Tipps zu geben). Am besten wird sein, das Gebiet zu meiden.

Paddeltour auf der Lippe 31. Mai bis 2. Juni

Schloss Hovestadt

Schloss Hovestadt, Sammlung Dunker (gemeinfrei)

Die Lippe: Ein Fluss entzieht sich den Blicken aller, die sich zu Fuß und per Rad an ihr bewegen. Kein Leinpfad säumt sie, immer wieder schlängelt sie sich weg, ab und zu überquert man sie auf einer Straßenbrücke und denkt „eigentlich ganz schön“. Die einzig angemessene Methode, den längsten Fluss Nordrhein-Westfalens zu erschließen, ist das Boot. Die Entdeckung der Flusslandschaft des Jahres 2018/19 haben wir für Ende Mai/Anfang Juni auf unsere Fahnen geschrieben. Die Planung der Tour ist hier ausführlicher beschrieben. Es sind noch Plätze frei.

Anmeldung bitte per E-Mail bei Johannes.

Winterwanderung nach Lobbach

Für den 10. Februar haben wir eine Führung durch das Gelände der Manfred-Sauer-Stiftung vereinbaren können. Hierhin möchten wir in zwei Gruppen gelangen. Gruppe 1 trifft sich um 8:50 Uhr und fährt mit OEG und Bus nach Dilsbach und wandert darauf nach Lobbach, wo Gruppe 2 (Treffpunkt 10:45 Uhr am Festplatz) direkt hin fährt. Um 11:30 Uhr werden wir die Einrichtungen der Stiftung näher kennenlernen, danach nehmen wir in der dortigen Cafeteria eine Mahlzeit ein und laufen gemeinsam zum Kloster Lobenfeld. Von dort aus kehrt Gruppe 2 per Bus oder zu Fuß zum Parkplatz zurück, während Gruppe 1 nach Mauer zum Heidelbergmenschen und zur S-Bahn weiterläuft. Mit dieser fahren wir dann über Heidelberg nach Hause.

Anmeldungen bitte bis zum 7. Februar bei Johannes, Telefon 693829.

Odenwald-Bike-Marathon am Sonntag, dem 16. September

Der Odenwald-Bike-Marathon ist ein jährlich stattfindendes Jedermann-Radrennen auf den Waldwegen an der Bergstraße bei Hirschberg. Im Vorfeld des Rennens werden viele fleißige Helferinnen und Helfer die Strecke ausweisen und kenntlich machen. Was bedeutet dies für andere, die den Wald nutzen? Das Recht, den Wald zu betreten und seine Wege zu benutzen, ist dadurch uneingeschränkt weiter gegeben. Die Ruhe des Waldes wird man an dem Tag aber anderswo ausgiebiger genießen können. Weiterlesen